die 22er Zucht

Mit großer Intensität bin ich in das Zuchtjahr 2022 gestartet. Nach dem kaputten Ausstellungsjahr 2021 war mein Verlangen Zuchtwege zu vertiefen wichtiger, als mich einzuigeln. So sind über die Monate mehr Verpaarungen zustande gekommen als ich mir eigentlich vorgenommen habe. Hintergrund war auch der, dass ich erstmalig einen Halter gefunden habe, der mir zeitnah und verantwortungsvoll die selektierten und tätowierten Jungtiere abnahm und für sich aufziehen kann. Dabei habe ich die Tiere ca. 1x im Monat im Blick. Es könnte ja sein, dass von den überwiegenden Homozygoten ein Tier in meine Zucht zurück kommt.

Aktuell habe ich 25 typfarbige Tiere, die ab Oktober bis Ende Januar zu geplanten Ausstellungen ihren Zuchtstand präsentieren sollen. Das irre Jahr mit den sehr wechselhaften Extremtemperaturen kann zum Nachteil werden, ich hoffe das meine Ausstellungspraxis (selten ein Tier auf 2-3 Ausstellungen) auch dieses Jahr aufgeht. Die "Pokalgeilheit" mancher Züchter kann und will ich nicht nachvollziehen.

Wie es denn mit den explodierenden Kosten, insbesondere denen des Fertigfutters weitergeht muss ich weiter abwägen. Die Produzenten mögen nichts dafür können, in Zukunft werde ich aber dieses quantitativ aufwendige Zuchtjahr nicht wiederholen. Ich wünsche und hoffe mir, dass meine Schauplanungen aufgehen können und nicht wieder Anfang Dezember alles gestoppt wird. Es wäre um die aufgezogenen schönen Jungtiere wiederum zu schade um in einer Blechdose zu enden.

 

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