Zuchtjahr 2017

26.06.2017

Mitte April schrieb ich unten niedergeschriebene Zeilen. Und wie das Leben so läuft ist eine Plan auch nur ein Plan. In den letzten Monaten hat sich züchterisch so einiges getan, was ich so nicht auf dem Schirm hatte. Es fielen dieses Jahr ziemlich große Würfe (von 7 bis 12)

2 Zuchtrammler und eine Zuchthäsin mit Wurf konnten neue Besitzer bzw. Besitzerin übernehmen.

Im Gegenzug wurde mir zur AG-Tagung in Schlaitz vom Joachim Kreutzer ein vielversprechender Dunkelmarder überlassen. Lieber Joachim nochmals recht herlichen Dank an dieser Stelle.

Nach der zweiten Selektion sind 10 Jungtiere an einen Halter und weitere 5 typische Jungtiere an eine Halterin gegangen. Aktuell habe ich noch aus den Mai-Würfen 3-4 Jungtiere und aus dem Juni-Wurf 3 Kleine abzugeben.

Seit einigen Tagen gibt es weitere Anfragen, mal schauen was sich da noch ergibt. Am 8. Juli gehen sie zum Tätowieren und dann wären sie zu haben! Ich muss aber betonen, dass es fast ausschließlich Rammler sind.

Aber Zuchttiere sind nicht abzugeben!

 

17.04.2017

Geplant sind max. 30 bis 35 Jungtiere. Damit sind natürlich bei mir incl. der fehlfarbigen Tiere gemeint. Nun haben in der dritten März-Dekate 4 von 5 Häsinnen mit durchschnittlich 6,75 Tiere/ Wurf ein relativ gutes Ergebnis erzielt. Was mich aber frohstimmt sind die vielen Typmarder. Und die sind nunmal für die Ausstellung von Bedeutung.

Wie gesagt in diesem Jahr werde ich bewußt anders meine Zucht aufstellen. Von den Jungtieren wird ein Teil an weitläufige Verwandschaft in die Mast gehen, ca. 6-8 Typmarder verbleiben bei mir zur Sichtung und Schaubeteiligung Ende Oktober und die andere Hälfte wird an zwei "junge Züchterinnen" nach Bayern auswandern.

Ende nächset Woche wird der Erstwurf von Nr. 5 erwartete und dann werden auch die vier anderen nochmals eingedeckt.

Vor Mitte Juni sollte also niemand hoffen von mir Junge zu bekommen. Zuchttiere werden in 17 auch keine abgegeben.

 

 


Zuchtjahr 2016

30.08.2016

Ich bin Herr Fortmann und habe Sie über die Recherche von seltenen Rassekaninchen gefunden. Plausch hin in her, natürlich bekommt der Herr Doktor für sein neues Projekt drei junge Häsinnen. Es gab ja genügend Zeit für diejenigen, die zwar gern hätten aber dann doch nicht .....!

Morgen Nachmittag machen sich die jungen Damen in das Wendland auf. Wenn es der Plan so vorsieht werden die Häsinnen erst einmal "eingebürgert" und hoffentlich wieder in eine Gruppenhaltung verbracht. Im Frühjahr soll das Trio durch einen Rammler ergänzt werden.

Ich wünsche dem Museumsdirektor Dr. Fortmann ein glückliches Händchen und einen guten Start.

Heute Vormittag startete ich schon mal einen "Feldversuch" auf dem Weg, weil der Rasen noch nass war. Etwa 10 Minuten war eine Unbedarftheit oder Desinteresse mit der Futtergabe schon mal ein erster guter Startschuss - er ging nach 5 Minuten Abwesenheit schief!

Mit Typmarder hätte ich jetzt aus drei Ausstellungstieren nur noch Mast- oder Zuchttiere übrig. Das Grünfutter war nur eine Weile interessant.

 



 

21.08.2016

.. nach 14 Tagen Werbung in eigener Sache und für die Stabilisierung der Rasse keine unerwartete Situation. "Ja ich will und brauche" ... Sprüche, wie so oft! Durch kurzfristigen Enkel-Besuch am Wochenende wurde die Verwertung auf das Nächste vertagt. Die Gewürze sind schon beschafft und der Fleischwolf vorbereitet. Mal schauen ob es wieder Buletten oder gar Grillwürste werden.

 

09.08.2016

Die ersten Jungtiere sind durch meine "interne Kontrolle" gegangen. Dabei habe ich ohne "Wenn und Aber" einen typischen Rammler mit Mängeln im Rassetyp und eine typische Häsin mit einer hellen Kralle + Haarpüschel am linken Hinterlauf entdeckt. Wer diese Tiere kurzfristig gern haben möchte, kann sich unverzüglich und verbindlich bei mir melden.

Es sind weitere Tiere mit aufgeführt, die Auswahl ist also gegeben. Und wer sich nicht entscheiden kann, die Tiere gehen kurzfristig in die Verwertung.

 

Und wer sich um den Transport Gedanken macht, mit dieser Firma habe ich in den letzten Jahren stets gute Erfahrungen gemacht. Käufer kümmert sich um alles !!

http://www.kurierdienst-wittenberg.de/auftrag-fuer-tiertransport


 

Abgabe- und Verkaufshinweise  

 

Da ich für das Ausstellungswesen ausschließlich Typmarder in entsprechender Qualität und Quantität benötige, muss ich mit meiner Zucht gezielt entsprechenden Nachwuchs aufziehen. Grundsätzlich werden viele fehlfarbene bzw. "beschädigte (z.B. Ohrbiss) Jungtiere" nach dem Absetzen für die Mast vorselektiert. In dem Wissen, dass dabei gewiss tolle Vererber verlohrengehen, ich muss hier Zuchtlenkung und Fingerspitzengefühl ansetzen. Ja es ist und bleibt ein Lottospiel, aber alle Nachkommen kannst du nicht aufheben und testen. Ich habe es über einige Jahre probiert, es wird einfach zu viel und heute Jahr für jahr auch immer kostspieliger. Weitere Vorselektion folgen in den nächsten Monaten. Dabei werden die Kriterien des Standarts und der Ausstellungs- und Zuchtauswahl immer "härter".

Und so bekommen auch immer wieder ein paar gute Bekannte einen leckeren Schlachtkörper ab. Die Leute schätzen das gesunde Fleisch!

Ich selbst bruzzle gern und lasse mir den Braten, den Gulasch oder das Frikassee bei einer Flasche guten Wein munden!

 

Rassekaninchenzucht ist ein über hundertfünfzig Jahre ernsthaft und verantwortungsvoll betriebenes Hobby mit Lebewesen. Züchten besteht nicht aus vermehren oder ausmerzen. Es bedeudete von jeher verantwortungsvolle Zuchtlenkung dem jeweilig aktuellem Standart entsprechend und Selektion von gesunden, leistungsfähigen,  schönen Rassekaninchen. Und bitte auch in unserer heutigen Konsumenten-Welt nicht vergessen: zu Zeiten bitterer Not, war es für viele bedürftige Mensche Nahrungsmittel. Heute muss man schon Glück haben Kaninchenbraten auf einer Speisekarte in Deutschland zu entdecken !!!

"Bei mir muss kein Tier Kopfstand können, aber einen guten Stand auf dem Preisrichtertisch zeigen, "wenn möglich" gutmütig sein, selbstverständlich prima vererben und gut Futter verwerten können." Und Medizin, außer ein paar Gartenkräutern oder selten Tees, gibt es bei mir ebenso nicht." 

Und Selektieren bedeudet für mich auch nach der Aufzucht "töten und verwerten" können. Töten mit Schussgerät ist für mich seither eine Selbstverständlichkeit. Ich war der Erste nach der "Wende" im Verein, mich begegnete damals Unverständnis und Schmach. Über die Jahre haben aber auch "die Alten" den Sinn erkannt und verstanden.

Verwerten: den Schlachtkörper in die Nahrungskette einbringen.

Ich möchte bewusst an der Erhaltung einer relativ jungen deutschen Züchtung mitwirken und dabei im Verein und im Club Spaß haben.

Wenn es mir gelingt auch Interessierte für die Zucht zu begeistern erwarte ich von meinen Mitstreitern wenn möglich auch eine Clubmitglied - es lohnt sich!

Jährlich (2015 ff.) werden etwa 15 bis 20 i.d.R. fehlfarbene Jungtiere (russenfarbig/ albino bzw. dunkelfarbige oder selektierte Typen) im Alter zwischen 6 und 9 Wochen tätowiert abgegeben. Vor Jahren waren es noch ein x-faches an Aufzuchttieren. 

Von Zeit zu Zeit werde ich entsprechend meiner Möglichkeiten Tiere anbieten. Unter Vorbehalt können, dies auch einzelne "ausgemusterte Zuchttiere" sein. Dazu werde ich dann einige Bilder versehen mit Text unter "Abgabetiere" einstellen.

Selbstverständlich bin auch bei der Suche und Vermittlung von Blaumardern, Siamesen oder Großmardern bzw. Kaliforniern behilflich. Durch meine Kontakte dürfen es durchaus auch Russen sein.

Hinweis: Im Ordner M-Si-Kal-Club sind die Clubvorsitzenden der jeweiligen Landesverbände hinterlegt (ich versuche dabei das aktuelle Blaue Jahrbuch zu verwenden).

Bei entsprechend ernsthaftem Interesse können Abgabetier je nach Farbe, Geschlecht oder Alter vorbestellt werden. Ab spätestens drei Wochen Lebensalter kann ich mit Bestimmtheit das Geschlecht bestimmen.

Ich bitte um eine verbindliche Bestellung, so dass wir uns über die Verkaufsmodalitäten einigen können. Der Kauf kommt erst mit der Überweisung auf mein Konto bzw. bei Barzahlung zu Stande.

Kommt aus unvorhersehbaren (z.B. Tier erkrankt bzw. verendet) keine Übergabe der vorbestellten Jungtiere zu Stande, wird der Geldbetrag X selbstverständlich wieder erstattet.

Werden Vorbestellungen nicht fristgerecht und wie vereinbart abgeholt,  behalte ich mir die Weiterveräußerung vor.

 

Richtpreis (aktuell 08-2016) bei Jungtieren: 1,50 €/ Lebenswoche zzgl. Auslage für RHD-Impfung (optional zZ. 3,00 EUR) mit Nachweis

Zuchttiere: auf Verhandlungsbasis bzw. Festpreis

Über den Tiertransport muss ich mir ernsthafte Gedanken machen, es gibt jedes mal das Problem der geeigneten Kartonagen. Da der Fachhandel zu Großschauen sie anbietet, werde ich sie in 2016 einkaufen und zum Selbstkostenpreis weitergeben (ca. 5,00 EUR/ Stck.)

 

Noch einige Anmerkungen zu den Tieren selbst:

Ich bemühe mich ständig, gesunde und vitale Tiere zu züchten. Der Einsatz von entsprechendem Futter gehört selbstverständlich dazu. Dies gilt natürlich erst recht bei der Aufzucht der Jungtiere. RHD-Impfungen bei meinen Zucht-, Nachwuchs- bzw. Ausstellungstieren werden von mir bei einem vertrauten Veterinär veranlasst.

1. Abgabetiere sind im Jungtieralter prinzipiell nicht gegen RHD oder Myxo geimpft.

2. Abgabetiere verlassen äußerlich gesund und unverletzt den Stall. Aussortierte Tiere mit verheilten Kratz- oder Bisswunden zählen dazu.

Reklamation im unbegründeten Fall (z.B. offensichtlich nach dem Abgang erkrankt oder verletzt) können nicht berücksichtigt werden bzw. der Verkaufserlös zurückerstattet.

Abholung ab Stall sollte die Regel sein. Das Betreten der Stallanlage ist grundsätzlich erlaubt. Bei entsprechend begründeter Seuchenlage bzw. Insekteninvasion behalte ich mir vor dies zu unterbinden.

Um den Versand kümmert sich ausdrücklich und grundsätzlich der Käufer. Die Gefahr des Transportes geht auf den Käufer über.

Bitte haben Sie auch dafür Verständnis, dass ich keinerlei Garantie für spätere Krankheiten oder Fehlentwicklungen haften kann.

Sollten Sie auch Interesse an Jungtiere > 8 Wochen oder gar ausgewachsene zuchttaugliche Tiere haben, melden Sie sich. Hinterlassen Sie eine entsprechende Nachricht per Mail oder rufen mich am besten an.

 

Thomas Seidewitz