0.1 von Gerhard Knorr,  98 Pkt.
0.1 von Gerhard Knorr, 98 Pkt.

Marderkaninchen im Farbschlag blau (ClVS 2010).

Wie ich die Häsin im Käfig sitzen sah kamen mir so meine Zweifel über die Höhe der Bewertung.   ABER: ich bin ja auf "blau" Laie.

 

Hatte Ende der 90er Jahre vier "fantastische Blaue" in einem braunen Wurf

Mein persönliches Empfinden zur Entwicklung der Deckfarbe an unseren Mardern im Verlauf von 10 Jahren:

Der Kontrast zwischen Abzeichen und Deckfarbe war früher intensiver. Nicht, dass die Abzweichen blasser waren, die hat sich meiner Meinung nach positiv festgesetzt. Ich glaube das sich die Deckfarbe "verdunkelt" hat und der Übergang (darf nicht scharf abgegrenzt sein) zu den intensiv gefärbt auslaufenden Läufen sowie dem Rückenstreifen (beides Teil-Abzeichen) kontrastlos übergeht. Ich weiß nicht genau weshalb sich diese Entwicklung beim Blauen beginnend auch auf die Braunen "eingeschlichen" hat. ABER: es wird ja bekanntlich in erster Linie den Trends und auch Vorgaben der Clubs Rechnung getragen. Nicht, dass ich das Rad zurückdrehen wollte, ich fand damals das Erscheinungsbild mit diesm lichten Blau bzw. crem/bräunlich jedenfalls noch ausdrucksstärker wie heute.

 

0.1 vom 02-2012
0.1 vom 02-2012

05.08.2012

Wie an anderer Stelle beschrieben habe ich im Herbst 2011 "rein zufällig" eine russenfarbig/ blaue Häsin bekommen. Eigentlich war ich auf eine Braune aus. Jedenfalls habe ich von dieser Häsin bereits den zweiten Wurf in der gleichen Verpaarung.

Vorerst werde ich mit gesammeltem Bildmaterial die Entwicklung bei mir dokumentieren und erklären wo ich die Schwachstellen gefunden haben.

Pos.1 Gewicht:

das Marder eine frohwüchsige Rasse sind ist mehrfach beschrieben und triff bei mir auf beide Farbenschläge zu. Ohne Druck und übertriebene Futtergaben "marschieren" die Gewichte bis zum 5. Monat immer an der Obergrenze.

FUTTERGABE, täglich:  wenn die Tiere abgesetzt werden (idR. mit acht Wochen seit 2012) bekommen Sie eine 3/4 Kappe der ARTAP-Flasche eine Mischung aus Pelletes und Körnern, regelmäßig Heu und wenn es geht Grünes oder Reste aus der Küche

Die Stagnation bei der Gewichtsentwicklung setzt ein, da sind die Tiere aber bereits am Normalgewicht angelangt.

Jetzt reduziere ich die Kraftfuttergabe auf eine 1/2 Kappe und sonst wie beschrieben.

Das dabei die Wage regelmäßig benutzt wird versteht sich von selbst!

Man mag glauben, dass die Marder beim Fressen unbeherrscht sind. Das magt sehr wohl sein. Viele bestätigen mir, dass Sie Heu nur so verschlingen und Kraftfutter aufnehmen können wie eine große Rasse. Heuaufnahme ist unschädlich und die Reichung von vollen Näpfen Kraftfutter muss jeder mit sich ausmachen. Bei mir wächst jedes Tier ob typisch oder fehlfarben gleichbehandelt heran. Ausnahmen bilden überständige Fehlfarben oder mit Fehlern behaftet aussellektierte Jungtiere bis zur Schlachtreife.

Ich habe aber über all die Jahre noch kein Tier im Stall gehabt was nach 4 Monaten 3 kg hatte. Ob das nicht geht kann ich nicht ausschließen.

 

 

Pos. 2  Körperform, Typ und Bau

leicht gedrungener Körper - tja was ist das eigentlich? Wir finden dies bei den Pf, L und Ru, die anderen Kleinrassen sind kurz gedrungen bis gedrungen. Soll meiner Meinung nach bedeudeten , dass wir kein kurzen aber auch gestreckten Typ haben wollen. Den gestreckten und damit sportlicheren Typ habe ich teilweise auch noch in meiner Zucht. Ihm fehlt Rumpf und Schulter, hat meist auch abstehende Schenkel und fällt auch dadurch negativ aus. Auch wenn diese Tiere gewichtsmäßig zulegen fehlt ihnen der kurze Halsansatz und gefallen nicht. Raus aus der Zucht damit!

Dass Marder gut abgerundet sind und der Kopf kurz sein soll, versteht sich als Zuchtziel allemal. Die Ohren sind teilweise noch ein Problem. Die Länge ist vorgegeben und sollte Meiner Meinung nach bei einem ausgewachsenen Tier nicht länger als 10,5 cm sein. Häsinnen gehen glaube noch so weil sie damit Gewicht und Aufzuchtsleistung verkörpern können. Rammler mit 1 Jahr um die 2,8 kg aufweisen sollten idealerweise Ohren bis max 9,5 cm aufweisen können. Neben der ohrenlänge spielt die Struktur eine immer mehr an Kritik stoßende Rolle. Das leichte V mit einer offenen, stabilem Knorpel, nicht faltigen Ohrmuschel und was oftmals fehlt eine durchgängige Behaarung auf der Rückseite, versteht sich als ideal.

Tiere, die sich gut zeigen überzeugen oft auch mit guter Ohrstellung.

 

 

Pos. 3  Fellhaar

 

Es geht in Kürze weiter, versprochen